Azubi Recruiting

Junge Menschen erreicht man über Social Media. Daher soll es im heutigen Beitrag darum gehen, was du – und auch Unternehmen allgemein – beachten sollten, wenn digitale Netzwerke zur Gewinnung neuer MitarbeiterInnen genutzt werden.

Wir möchten dir dabei nicht nur einen allgemein Einblick in die Thematik und über verschiedene Plattformen geben, sondern auch aus dem Nähkästchen, von unseren eigenen Erfahrungen und Projekten, berichten. 

Was ist Social Recruiting?

Grundsätzlich umfasst der Begriff „Social Recruiting“ alle Maßnahmen, die zur Personalbeschaffung, über (verschiedene) Social Media Plattformen, angewandt werden. Dazu zählen beispielsweise Employer Branding, Active Sourcing oder Target Ads.

Warum ist es besonders für Azubis wichtig?

Über 90 % der 14-29 Jährigen nutzen Social Media aktiv und in den meisten Fällen sogar täglich (vgl. ARD/ZDF Onlinestudie 2021). Dabei stehen zwar größtenteils die Unterhaltung und der soziale Aspekt – also Austausch mit FreundInnen und Familie – im Vordergrund, aber auch die Erweiterung des beruflichen Netzwerks gewinnt zunehmend an Bedeutung. Die GenZ strebt besonders nach Sinnhaftigkeit in der Berufswahl und auch die Identifikation mit dem Unternehmen ist wichtig. Aus diesem Grund ist eine durchdachte, professionelle und individuelle Social Media Strategie UNVERZICHTBAR.

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Plattformen im Vergleich:

Facebook: Ist das größte Netzwerk weltweit, aber für Recruiting im Nachwuchs Bereich eher ungeeignet, da das Alter der UserInnen bei ü. 30 liegt. 

Instagram: Durch verschiedenen Content-Formate, die sowohl informativ als auch unterhaltend sein können, ist Instagram besonders zum Aufbau einer Community und Reichweite hilfreich. Die Stärkung des Unternehmensimage sollte hier im Vordergrund stehen. 

TikTok: Junge Menschen brauchen Content, mit dem sie sich identifizieren können. Dafür sind kurze Videos und das Konzept von TikTok wichtig. Von unterhaltsamen Content bis hin zu Filtern, die die Bekanntheit stärken & mit dem Unternehmen in Verbindung gebracht werden können – hier ist deiner Kreativität keine Grenze gesetzt. 

LinkedIn: Das wohl bekannteste und erfolgreichste Business-Netzwerk weltweit: Für die Erweiterung der persönlichen Kontakte und um über die neusten Entwicklungen informiert zu sein ist die Plattform hervorragend geeignet. Wenn man jedoch noch keinen Fuß in die Berufswelt gesetzt hat, kann die ganze Expertise und Zielstrebigkeit auch sehr einschüchternd wirken. 

Eigene Erfahrung: Azubi Kampagne für die Briloner Möbel Werke 

Anfang des Jahres haben wir von einer Unternehmensgruppe die Anfrage zur Planung und Realisation einer 6-monatigen Azubi-Kampagne bekommen. Ziel war es, die freien Ausbildungsstellen für verschiedene Berufsbilder zu besetzen.

Die Motivation muss menschlich sein, weil Leute Menschen mehr vertrauen als Marken. – Ana Alonso

Bei der Umsetzung haben wir mithilfe einer Bekanntmachungsstrategie sowohl informative Inhalte zum Unternehmen und den Berufen, als auch unterhaltsamen Content für Reichweite und Identifikation veröffentlicht. Nach der Analyse des Nutzungsverhalten der Zielgruppe, haben wir uns außerdem bewusst von Recruiting/Business-Plattformen distanziert und auf organische Reichweite über TikTok und Instagram gesetzt, da dort die gewünschte Zielgruppe am aktivsten ist. Zusätzlich wurden zwei bezahlte, kurzweilige Kampagnen auf beiden Plattformen geschaltet. 

Fazit

Wir blicken sehr positiv auf das Projekt zurück, das Ziel wurde erreicht und die Bekanntheit und Marke „Briloner Möbel Werke“ wurde gestärkt. 

Zusammenfassend können wir sagen, dass nicht nur reguläre Business-Netzwerke für Social Recruiting in Betracht gezogen werden sollten, sondern der allgemeine Social Media Auftritt des Unternehmens zählt. Instagram oder TikTok sind am Puls der GenZ und in den meisten Fällen die erste Anlaufstelle. Sicherlich sind LinkedIn oder XING für andere Generationen oder Berufswechsel eine wichtige Plattform, aber um Nachwuchskräfte zu gewinnen, sollte man ihre Sprache sprechen & sie mit den richtigen Kanälen erreichen! 

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